
Ein Team aus Schweizer Historikern und Medienwissenschaftlern, darunter auch Vereinsmitglieder*innen, hat die Entstehungsgeschichte von GATE (1991) rekonstruiert.
Die Fallstudie beleuchtet, wie vier Jugendliche aus der Region Basel am Ende der 80er-Jahre ein technisch beeindruckendes Spiel für den bereits veralteten Apple IIgs schufen und damit einen Wendepunkt in der frühen Schweizer Softwarekultur markierten. In einer Zeit vor dem Internet und sozialen Medien waren Computerläden die „sozialen Knotenpunkte“ der digitalen Welt. Wie die Forscher Eugen Pfister, Aurelia Brandenburg und ihr Team in ihrer aktuellen Fallstudie darlegen, begann die Geschichte von GATE in einem kleinen Fachgeschäft namens „MusiComp“ in Binningen. Dort trafen die technikbegeisterten Jugendlichen Henrik Gudat und Jörg Kienzle aufeinander – eine Begegnung, die zur Gründung des Hobby-Studios Bright Software führte.
Die Fallstudie zeigt auf, dass Spiele wie GATE weit mehr als nur Unterhaltung waren: Sie dienten als Kaderschmiede für die erste Generation Schweizer IT-Spezialisten. Während Jörg Kienzle und Henrik Gudat erfolgreiche Karrieren in der akademischen Forschung einschlugen, wurde Yann Le Tensorer ein profilierter Entwickler in der internationalen Games-Industrie und arbeitete später an Welterfolgen wie Rayman für Ubisoft.
Die vollständige Fallstudie ist aufrufbar unter